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Spätsommerlicher Kanugenuss


Eigentlich war die Wetterprognose für den Samstag nicht ganz so optimal. Trotz relativ präziser Regenvorhersage für den Nachmittag hatte die Kanu AG der Gemeinschaftsschule Oberhausen Glück. Die Tour musste nicht abgesagt werden.

Wir trafen uns um 10.00 Uhr beim Bootshaus des SKC Philippsburg, um unseren diesjährigen Tagesausflug zu starten.

Nach einer Einweisung ins Paddeln mit dem 6er Canadier ging es los. Wenn man mit einem Mannschaftscanadier unterwegs ist, kommt es auf den Gleichklang beim Paddeln an. Ein gemeinsamer Rhythmus, der Takt wird vom ersten Schlagmann vorgegeben, ist unerlässlich. Deshalb übten wir zuerst im Weißenburger Baggersee das gemeinsame Eintauchen der Stechpaddel.

So konnten die Schüler mit Elan einige Meter den Rhein entgegen der Strömung meistern, um auf die Pfälzer Rheinseite zu travesieren. Im Mechtersheimer Altrhein wurden nach kurzer Zeit die ersten kanadischen Graugänse bewundert. Das Übertragen in den Schäfersee musste mit Muskelkraft bewältigt werden. Die doch recht schweren Mannschaftsboote mussten über die schlammige Uferzone und weiter einige hundert Meter über Land transportiert werden. Schnaken gab es keine mehr, aber Gesträuch und Unterholz forderte die ganze Aufmerksamkeit. Auf dem Lingenfelder Altrhein konnten wir bei entspanntem Paddeln die Natur unserer Heimat erleben und beobachten. Sogar ein Eisvogel wurde gesichtet.Die Population der Graugänse scheint enorm zugenommen zu haben. Beim Zählen kamen die Schüler auf nahezu 100 Exemplare.

Auf der Sandbank der Insel Grün stärkten wir uns während der Mittagspause. Manche nutzten die warmen Temperaturen und das klare Wasser zu einem Bad. Zurück ging es teilweise die gleiche Strecke auf dem Altrhein und die letzten Kilometer stromabwärts auf dem Rhein. Pünktlich vor dem Aufzug der ersten schweren Wolken waren die Boote gesäubert und an Ort und Stelle im Bootshaus verstaut.

Ein herzliches Dankeschön ergeht an den SKC Philippsburg, der uns zwei Mannschaftscanadier zur Verfügung stellte. Ebenso an unseren erfahrenen zweiten Steuermann Herrn Rolf Braun.

B. Behr, im Oktober 2016