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Eine Klinikseelsorgerin aus Bruchsal zu Besuch im Religionsunterricht der 9a/b


Springt man ins Wasser, bevor man schwimmen gelernt hat?
Warum beschäftigt man sich dann eigentlich nicht mit dem Sterben, bevor es so weit ist?
Unter dieser Schirmfrage beschäftigten sich die Lerngruppen 9a und b der katholischen Religion mit einer Trauer- und Sterbebegleiterin aus Bruchsal innerhalb des Themas „Sterben, Tod... und was kommt dann?".
Was erwartet uns nach dem Tod? Wie können wir Wege finden, damit es uns nach einem Sterbefall wieder gut geht? Welche Trigger gibt es bei einer Trauerbegleitung? Was sind Wünschewagen, was sind Sternenkinder? Wie können wir mit Trauernden umgehen?
Diese vorab gestellten Fragen wurden eingangs in einem interviewähnlichen Gespräch von Frau Ball beantwortet.
In einem zweiten Schritt durften wir das Bonbon-Spiel kennenlernen, welches zur Trauerbewältigung bei Jugendlichen und Erwachsenen eingesetzt wird. Dazu thematisierten wir Gefühle: wie geht es uns Menschen bei der Trauer? Was können wir bei Traurigkeit tun? Wie können wir im Alltag an Verstorbene denken und unsere Trauer bewältigen?
Das Ziel des Besuchs war es, den Heranwachsenden aufzuzeigen, dass jeder Mensch für sich eine individuelle Antwort und einen Weg finden muss, um mit der Thematik umzugehen. In diesem Sinne wurden Antwortmöglichkeiten, seien sie religiös oder auch nicht, aufgezeigt. Wichtig ist: wir selbst müssen uns damit gut fühlen und die Antworten müssen uns in einer gewissen Hinsicht Zuspruch, Sicherheit aber auch Vertrauen schenken, um das emotionale und sensible Thema ein wenig erträglicher zu gestalten.
Da das Nachdenken ziemlich anstrengend war, gab es am Ende der Stunde eine Runde prickelnde Brause für jeden, um die Laune wieder etwas zu heben. Die Doppelstunde hat unsere Unterrichtsthematik durch das Beantworten vieler Fragen bereichert und uns definitiv zum Nachdenken angeregt.

L. Maier, im Januar 2024






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